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Wahlprüfsteine an die Parteien zur Landtagswahl am 27.03.2011

Im Gesundheitssystem sind in den nächsten Jahren große Herausforderungen zu bewältigen. Es ist abzusehen, dass es einen steigenden Bedarf an pflegerischer Unterstützung und Betreuung bei Pflegebedürftigkeit, chronischer und akuter Krankheit, zur Prävention und Rehabilitation und am Ende des Lebens in der Palliativversorgung geben wird. Professionell Pflegenden übernehmen als größte Berufsgruppe dabei wichtige Aufgaben. Sie leisten somit einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung und zur Weiterentwicklung der Gesundheitspolitik in unserem Bundesland. 

Demographischer Wandel, Veränderungen im Krankheitsspektrum und nicht zuletzt finanzielle Restriktionen zwingen dazu, die vorhandenen Ressourcen im Gesundheitswesen intelligenter einzusetzen. Die Arbeitsverdichtung im Pflegedienst in allen Sektoren hat bereits jetzt ein Ausmaß erreicht, das dazu führt, dass sowohl die Patientensicherheit als auch die Gesundheit der Pflegenden akut gefährdet sind. 

Diese beschriebenen Herausforderungen müssen auch auf der Landesebene gestaltet werden. Ihre verschiedenen Parteien streben politische Verantwortung in Rheinland-Pfalz an und werden damit auch die Entwicklung in der Gesundheitspolitik des Landes maßgeblich bestimmen. Als Sprecher der professionell Pflegenden vertritt der Dachverband der Pflegeorganisationen Rheinland Pfalz e.V. die Belange der Pflegenden in den relevanten politischen Gremien des Landes. Wir sind ein Zusammenschluss von sieben eigenständigen Berufsverbänden in Rheinland-Pfalz.  Wir haben die Parteien aufgefordert, die nachfolgend Fragen zu beantworten.

1. Welche Maßnahmen wird Ihre Partei ergreifen, um die aktuelle Personalausstattung mit Pflegekräften in Krankenhäusern, in stationären Pflegeeinrichtungen und in der ambulanten Versorgung zu verbessern?

2. Wie wird Ihre Partei dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken und für eine langfristige Personalgewinnung für die Pflegeberufe sorgen?

3. Welche Position hat Ihre Partei zur Personalausstattung  im Rahmen des Landeswohn- und Teilhabegesetz?

4. Die Pflegeausbildung soll reformiert werden. Welche konkreten Pläne zur Finanzierung der theoretischen und praktischen Ausbildung hat ihre Partei? 

5. In welchem Bereich des Bildungssystem (Universität / Fachhochschule / Fachschule / Zuständigkeitsbereich des Berufsbildungsgesetzes) soll Ihrer Meinung nach die Ausbildung angesiedelt werden?

6. Befürwortet Ihre Partei eine Kammer für Pflegeberufe?

7. Wie sollte nach Einschätzung Ihrer Partei die Soziale Pflegeversicherung weiterentwickelt werden? Welchen Beitrag werden Sie als Landtagsfraktion dazu leisten und welche Auswirkungen hat dies auf die Menschen mit Pflegebedarf in Rheinland-Pfalz?

8. Bereits in den Gutachten von 2007 und 2009 hat der Sachverständigenrat  zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen eine stärkere Einbeziehung nicht-ärztlicher Gesundheitsberufe in die Gesundheitsversorgung gefordert. Wie ist die Position Ihrer Partei zu veränderten Aufgabenbereichen für Pflegefachkräfte?


„Branchenmonitoring und Fachkräftebedarfe in den Gesundheitsfachberufen in Rheinland-Pfalz“

Wie viele Fachkräfte hat und braucht es in den Gesundheitsfachberufen? Mit dieser brennenden Frage beschäftigt sich derzeit das Land Rheinland-Pfalz. Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen (MASGFF) hat im Rahmen der „Initiative Gesundheitswirtschaft“ zum 01.Oktober 2010 das Landesleitprojekt „Branchenmonitoring und Fachkräftebedarfe in den Gesundheitsfachberufen in Rheinland-Pfalz“ gestartet. Ziel des Projektes ist es, Informationen über die Nachfrage nach Fachkräften im Gesundheitswesen zu sammeln und diesen das Angebot in den einzelnen Regionen des Landes Rheinland-Pfalz gegenüber zu stellen. Zusätzlich werden kurz-, mittel- und langfristige Prognosen erstellt, wie sich zukünftige Fachkräftebedarfe im Gesundheitswesen entwickeln werden. Im Anschluss folgt die Entwicklung unterschiedlicher Szenarien, wie mögliche Fachkräfteengpässe abgefedert werden können. 

Mit der Konzipierung und Umsetzung des Projekts hat das Ministerium das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK), Zentrum der Goethe-Universität Frankfurt am Main, beauftragt. 

Für Rückfragen zum Projekt steht Ihnen der Projektleiter auf Seiten des IWAK, Herr Roland Bieräugel, zur Verfügung.



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